
Nachdem ich mich in Schule (zwangsweise) und Studium (freiwillig) eingehend mit verschiedenen Bereichen der Bildung beschäftigt hatte, habe ich den Entschluss gefasst, mein Wissen über zwischen- und innermenschliche Zusammenhänge Anderen zugute kommen zu lassen. Dabei habe ich drei wesentliche Ziele identifiziert, die durch Bildung mit Theorien und Praktiken aus den Feldern der Psychologie und Soziologie, Medien- und Kommunikations-wissenschaften erreicht werden können:
1Vermeintliche „Zielgruppen“ gegenüber der Beeinflussung durch jene zu wappnen, die ihr kommunikationsstrategisches Wissen im Auftrag von Wirtschaft und Politik einsetzen.
2Zwischenmenschliche Konflikte – oft durch Missverständnisse ausgelöst bzw. verstärkt – durch bewusste Kommunikation zu mildern, zu lösen oder besser: Zu verhindern.
3Eine gesunde und realistische Selbstwahrnehmung herzustellen, um stressigen Phasen und traumatischen Erlebnissen individuelle Resilienz entgegensetzen zu können.

Theorie: Kommunikationsbildung
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Innermenschliche Kommunikation
Was wir körperlich und mental als unser Selbst wahrnehmen, ist im Grunde ein komplexes System an miteinander kommunizierenden Systemen. Ob indirekt durch Stoffwechselprozesse oder direkt via Nervenbahnen: In unseren Körpern herrscht jederzeit ein reger Austausch zwischen verschiedenen Stellen statt. Stress, Sucht, Rausch, Glück – über elementare Kommunikationsprozesse innerhalb des eigenen Körpers Bescheid zu wissen, fördert nicht nur ein ganzheitlicheres Verständnis des Selbst, sondern bereitet auch einen achtsamen Umgang mit seiner körperlich-geistigen Verfassung vor.
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Zwischenmenschliche Kommunikation
Der Austausch von Blicken, Gesten, Berührungen, Aussagen, Texten, Emojis, Fotos oder Videos zwischen Menschen ist zugleich Ursache, Mittel und Wirkung unseres sozialen Miteinanders. In virtuellen Umgebungen oder im „echten“ Leben gleichsam, haben wir es dabei mit einem grundlegenden Problem zu tun – mit einer Undurchsichtigkeit (im wahrsten Sinne des Wortes): Wir können keine Gedanken lesen, sind auf oberflächliche Kommunikation angewiesen. Jedoch können wir Verständnis und Ausdruck trainieren, etwa um Konflikten vorzubeugen oder sie effektiv und nachhaltig zu lösen!
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Kommunikation gegenüber Gruppen und Massen
Die werbliche Kommunikation gegenüber „Zielgruppen“, in „Kampagnen“, durch Maßnahmen mit einer gewissen „Reichweite“ hat ihren strategischen Ursprung in der Militärtheorie. Public Relations wurde als Propaganda im Rahmen des ersten Weltkriegs entwickelt und operationalisiert. Theoretisch fußt die strategische Kommunikation gegenüber Gruppen, Publika, Massen auf massen-/psychologischen und soziologischen Erkenntnissen. Um gegen die Beeinflussung durch Kommunikationsprofis „gerüstet“ zu sein, sollten wir über die zugrunde liegenden Motivationen und Tricks Bescheid wissen.
Praxis: Workshops an Schulen

HipHop ist ein kulturelles Phänomen, das junge wie ältere Menschen fasziniert, soziale Barrieren und Konventionen überwindet, aber auch Geschichten von Ausgrenzung und Verletztheit mit sich bringt. Im Auftrag des Archiv der Jugendkulturen e.V. veranstalte ich deutschlandweit eintägige Rap-Workshops für Kreativität, Empowerment und Awareness, vor allem im Kontext von Diskriminierung durch Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus. Seit 2024 leite ich an einer Gesamtschule in Berlin-Mitte eine Rap-AG, in der kleine aber feine Gruppen von Geschichte der Black Music über Texteschreiben bis zum Aufnehmen alles mitnehmen können, um ihren Lebensumständen, Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen.